Trading-Indikatoren verstehen: Berechnung und Aussagekraft · 5 / 5
Warum zwei EMAs abweichen: Historie und Startwerte abgleichen
Gleiche jüngste Kerzen und dieselbe Periodenlänge reichen nicht aus, um einen rekursiven Indikator nachzubilden. Sein aktueller Wert enthält weiterhin den Einfluss seines Ausgangszustands.
Athenum7 Min.Aktualisiert:
Bereitschaft der Berechnung von numerischer Übereinstimmung trennen
Ein exponentieller Durchschnitt folgt Eₜ = α × Pₜ + (1 − α) × Eₜ₋₁. Für seine Rekonstruktion brauchst du α, die Preisquelle, geordnete Beobachtungen und einen Ausgangszustand. Implementierungen können mit dem einfachen Mittel eines anfänglichen Fensters beginnen oder eine andere festgelegte Konvention verwenden. Mehr geladene Historie kann deshalb den Wert auf derselben jüngsten Kerze verändern.
Die Bereitschaftsanzeige einer Bibliothek beantwortet deren eigene Initialisierungsanforderung. Sie beweist nicht, dass zwei Historien innerhalb deiner gewünschten Toleranz übereinstimmen. Vergleiche zuerst Instrument, Handelsplatz, Anpassungen, Kerzenzeitstempel, Eingabefeld und Behandlung fehlender Kerzen. Erst nach Abgleich dieser Eingaben solltest du eine Differenz auf den Startwert zurückführen.
Den verbleibenden Einfluss unterschiedlicher Startwerte berechnen
Subtrahiere die Fortschreibungsformeln zweier EMAs mit gleichem festem α und identischen Folgeeingaben. Die Eingabe kürzt sich heraus; es bleibt Dₜ = (1 − α) × Dₜ₋₁. Nach k Updates gilt Dₖ = D₀ × (1 − α)^k. Diese Identität misst die verbleibende Startwertdifferenz. Sie misst weder den Abstand einer Reihe zu einem wahren Preis noch die Güte einer optimalen Prognose.
Lege die Vergleichstoleranz fest, bevor du ein Handelsergebnis betrachtest. Eine Toleranz in absoluten Preiseinheiten hat bei verschiedenen Instrumenten unterschiedliche Bedeutung. Auch eine relative oder tickbasierte Toleranz benötigt einen festgelegten Bezug. Weichen die späteren Eingaben voneinander ab, erklärt die reine Startwertgleichung nicht mehr die gesamte Differenz. Rundung nach jedem Zwischenschritt kann eine weitere Abweichung verursachen.
Ein EMA mit neun Perioden benötigt für diese Toleranz 21 gleiche Updates
Verwende α = 2 / (9 + 1) = 0,2. Zwei gültige Vorgeschichten hinterlassen aktuelle EMA-Zustände von A = 100 und B = 90. Danach erhalten beide bei jedem Update denselben hypothetischen Schlusskurs 100. A bleibt bei 100; B folgt 100 − 10 × 0,8^k. Die Ausgangszustände sind bewusst gesetzt. Damit wird nicht behauptet, eine bestimmte Plattform initialisiere genau so.
Nach 20 Updates beträgt die Differenz ungefähr 0,115292 und überschreitet damit die vorher festgelegte Toleranz von 0,1 Preiseinheiten. Nach 21 Updates sind es ungefähr 0,092234. Somit ist 21 für dieses Beispiel die erste ausreichende ganze Anzahl. Die Bezeichnung „neun Perioden“ bedeutet nicht, dass jeder frühere Einfluss nach neun Kerzen verschwindet. Mehr Historie dient der Reproduzierbarkeit; sie belegt keinen besseren Handelsvorteil.
| Gleiche Updates k | EMA A | EMA B | Absolute Differenz |
|---|---|---|---|
| 0 | 100,000000 | 90,000000 | 10,000000 |
| 1 | 100,000000 | 92,000000 | 8,000000 |
| 5 | 100,000000 | 96,723200 | 3,276800 |
| 10 | 100,000000 | 98,926258 | 1,073742 |
| 20 | 100,000000 | 99,884708 | 0,115292 |
| 21 | 100,000000 | 99,907766 | 0,092234 |
Diagramm vergrößern- Nach 1 Update: 8 Preiseinheiten
- Nach 5 Updates: 3,277 Preiseinheiten
- Nach 10 Updates: 1,074 Preiseinheiten
- Nach 20 Updates: 0,115 Preiseinheiten
- Nach 21 Updates: 0,092 Preiseinheiten
Mehr historische Kerzen beheben keine abweichende Preisreihe
Verwendet ein Chart Markpreis-Schlusskurse und ein anderer Schlusskurse der letzten Trades, müssen ihre EMAs auch mit langer Historie nicht zusammenlaufen. Das Herausfallen der Eingabe in der Differenzgleichung setzt bei jedem verglichenen Update identische Eingaben voraus. Kläre diese Voraussetzung, bevor du das Anlauffenster immer weiter vergrößerst.
Vor der Entscheidung
- Instrument, Preisfeld und Kerzenzeitpunkt abgleichen.
- Startwertkonvention und früheste Beobachtung dokumentieren.
- α und Genauigkeit der Zwischenschritte angleichen.
- Berechnungsbereitschaft von einer festgelegten numerischen Toleranz trennen.
- Bei Verletzung der reinen Startwertrechnung abweichende Eingaben untersuchen.
Prüfe dein Verständnis
Die anfängliche Zustandsdifferenz beträgt erneut 10, aber α ist 0,5 und die Toleranz 0,25. Wie viele identische Updates sind erforderlich?
Lösung mit Erklärung anzeigen
Die verbleibende Differenz ist 10 × 0,5^k. Nach fünf Updates beträgt sie 0,3125 und liegt über 0,25; nach sechs sind es 0,15625 und damit weniger als 0,25. Sechs ist somit die erste ausreichende Anzahl, sofern beide Folgen identische Eingaben erhalten und mit der genannten Rechengenauigkeit fortgeschrieben werden.