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Liquidationsdaten richtig lesen: Ereignisse, Mengen und Abdeckung · 1 / 5

Long oder Short? Liquidationsseiten verschiedener Börsen richtig zuordnen

Eine Liquidationsmeldung mit dem Label Buy beschreibt nicht immer aggressives Kaufen. Ein Anbieter kann die liquidierte Position kennzeichnen oder die Order, mit der sie geschlossen wird. Eine Long-Position wird durch Verkauf reduziert, eine Short-Position durch Kauf. Wer dieselbe Buy-zu-Long-Regel auf unterschiedlich definierte Feeds anwendet, kann einen wichtigen Teil der Beobachtung umkehren, bevor der Chart überhaupt entsteht.

Athenum7 Min.Aktualisiert:

Die zu messende Seite festlegen

Verwende beim Ausweis von Long- und Short-Liquidationen die Seite der liquidierten Position als Zielgröße. Bewahre das ursprüngliche Anbieterlabel samt Definition neben dem normalisierten Wert auf. Bybits Dokumentation zu All Liquidation definiert S als Positionsseite: Buy bezeichnet eine liquidierte Long-Position. Das Binance-Schema für erzwungene Orders führt S im Objekt der Schließungsorder. Bei einer erzwungenen Positionsreduzierung vermindert eine SELL-Schließungsorder einen Long, eine BUY-Schließungsorder einen Short. Die Zuordnung folgt der Bedeutung, nicht der Schreibweise des Labels.

Ein allgemeines Buy-Label ohne Anbieter, Kanal oder Schemaversion reicht nicht aus. Lasse es unklassifiziert, bis seine Bedeutung feststeht. Leite die Positionsseite weder aus der Lage des Markers über oder unter dem aktuellen Kurs noch aus der Kerzenfarbe oder einer gewünschten Erklärung der Kursbewegung ab. Eine gültige Normalisierung erhält außerdem Instrument und Mengeneinheit. Eine Kontraktanzahl lässt sich nicht unmittelbar zu einer Coin-Menge addieren.

Liquidierte Position und Gegenpartei auseinanderhalten

Das Wissen um die zwangsweise Reduzierung eines Longs verrät nicht, wer die Schließungsmenge gekauft hat. Die Gegenpartei kann einen neuen Long eröffnen oder einen bestehenden Short schließen. Das Label der Liquidationsseite bestimmt daher nicht die genaue Veränderung des Open Interest. Es identifiziert auch weder das Konto noch den Einstiegskurs oder verbleibende Positionen des Traders. Diese Fragen benötigen eigene Belege.

Vier Datensätze ergeben sieben Long- und drei Short-Einheiten

Verwende vier fiktive, nicht überlappende Beobachtungen desselben linearen Instruments. Für jede Menge wurde bereits bestätigt, dass sie ausgeführte Basiseinheiten bezeichnet. Die ersten beiden Zeilen verwenden die Positionsseite, die nächsten beiden die Seite der Schließungsorder. Sie veranschaulichen die dokumentierten Bedeutungen, sind aber keine heruntergeladenen Marktereignisse. Eine Zuordnung von Konten über Börsengrenzen hinweg wird nicht unterstellt.

Nach der Normalisierung beträgt die liquidierte Long-Menge 4 + 3 = 7 Einheiten und die liquidierte Short-Menge 1 + 2 = 3 Einheiten. Wer jedes rohe Buy als Long behandelt, erhält dagegen 6 Long- und 4 Short-Einheiten. Beide Varianten ergeben insgesamt zehn. Eine richtige Gesamtsumme würde den Richtungsfehler also nicht offenlegen. Die Nettorichtung der Schließungsorders in dieser kleinen Stichprobe ist drei Kaufeinheiten minus sieben Verkaufseinheiten, also −4 Einheiten. Das ist kein marktweiter CVD-Wert.

Hypothetischer Vergleich der Seitenkonventionen; alle Mengen sind ausgeführte Basiseinheiten
DatensatzBedeutung des SeitenfeldsRohes LabelEinheitenLiquidierte Position
APositionsseiteBuy4Long
BPositionsseiteSell1Short
CSeite der SchließungsorderSELL3Long
DSeite der SchließungsorderBUY2Short
Eigenes synthetisches Protokoll: Beide Zuordnungen ergeben zehn Einheiten. Nur die anbieterbezogene Zuordnung liefert jedoch sieben liquidierte Long- und drei Short-Einheiten. Das zweite Paar zeigt den Fehler, keine weitere Beobachtung.Diagramm vergrößern
  1. Normalisierte Long-Menge: 7 Basiseinheiten
  2. Normalisierte Short-Menge: 3 Basiseinheiten
  3. Pauschal Buy als Long: 6 Basiseinheiten
  4. Pauschal Sell als Short: 4 Basiseinheiten
Eigenes synthetisches Protokoll: Beide Zuordnungen ergeben zehn Einheiten. Nur die anbieterbezogene Zuordnung liefert jedoch sieben liquidierte Long- und drei Short-Einheiten. Das zweite Paar zeigt den Fehler, keine weitere Beobachtung.

Einheitliche Farben reparieren keine unterschiedlichen Bedeutungen

Ein Dashboard kann Grün für Käufe, liquidierte Shorts oder einen Kursanstieg verwenden. Eine Farbe ersetzt die Seitendefinition nicht. Kläre bei einer Liquidationsansicht in Athenum, ob die ausgewählte Ebene geschätzte Niveaus oder gemeldete Ereignisse zeigt, und lies die Hinweise zu Seite und Abdeckung. Der synthetische Chart dieser Lektion ist eine Rechenhilfe. Er behauptet nicht, ein bestimmter Live-Marker sei einzeln verifiziert worden.

Vor der Entscheidung

  • Börse, Kanal, Instrument und gültige Felddefinition dokumentieren.
  • Liquidierte Positionsseite oder Schließungsorderseite ausdrücklich wählen.
  • Mengen vor dem Börsenvergleich normalisieren.
  • Ungeklärte Seitenbedeutungen unklassifiziert lassen.
  • Richtungssummen zusätzlich zur Gesamtsumme kontrollieren.

Prüfe dein Verständnis

Ergänze das Beispiel um eine Beobachtung mit Positionsseite Sell und zwei Einheiten sowie eine Beobachtung mit Schließungsorderseite SELL und einer Einheit. Wie groß sind nun die Long- und Short-Liquidationsmengen?

Lösung mit Erklärung anzeigen

Sell als Positionsseite ergänzt zwei Short-Einheiten; SELL als Schließungsorderseite ergänzt eine Long-Einheit. Die Long-Menge steigt auf 8, die Short-Menge auf 5, insgesamt also 13 Einheiten. Weder die Anzahl liquidierter Konten noch die Änderung des Open Interest folgt aus diesen Summen.

Quellen und weiterführende Lektüre

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