Forex Positionsgrößen- & Lot-Rechner
Dimensioniere deinen Trade: Einheiten, lots, Pip-Wert und benötigte Margin
Risikobetrag = Balance x Risk%
Einheiten = Risk Amount / (Stop Pips x Pip Size)
Lots = Units / Contract Size
Margin = Notional / Leverage
Warum die Positionsgröße wichtig ist
Die Positionsgröße ist die wichtigste Risikokontrolle im Forex-Trading, wichtiger als jedes Einstiegssignal. Die Idee ist einfach: Lege im Voraus den festen Prozentsatz deines Kontos fest, den du bei einem Trade zu verlieren bereit bist, oft 0,5 bis 2 Prozent, und dimensioniere die Position dann so, dass ein ausgelöster Stop Loss genau diesen Betrag kostet. So richtet eine Verlustserie keinen dauerhaften Schaden an, denn jeder Verlust ist ein kleiner, bekannter Bruchteil deines Kapitals und keine zufällige Dollarsumme. Das nimmt auch die Emotion aus der Entscheidung, weil die Rechnung dir die Handelsgröße vorgibt statt deiner Zuversicht in das Setup. Trader, die diesen Schritt überspringen, handeln nach Gewinnen oft zu groß und erstarren nach Verlusten, und genau so werden Konten ausgelöscht. Lege zuerst das Risiko fest, platziere den Stop dort, wo deine Idee widerlegt ist, und lass den Rechner die Größe ermitteln.
Standard-, Mini- und Micro-Lots
Forex wird in standardisierten Mengen gehandelt, die lots genannt werden, und der Lot-Typ legt schlicht fest, wie viele Einheiten der Basiswährung ein lot umfasst. Ein standard lot sind 100,000 Einheiten, ein mini lot 10,000 Einheiten und ein micro lot 1,000 Einheiten. Ein micro lot ist damit ein Zehntel eines mini lots und ein Hundertstel eines standard lots, sodass dasselbe Konto mit micro lots deutlich kleinere Größen handeln kann. Ein kleinerer Lot-Typ gibt dir eine feinere Kontrolle über das Risiko, was auf kleinen Konten oder bei weiten Stops am meisten zählt. Der Rechner ermittelt zuerst die genaue Anzahl der Einheiten, die dein Risiko erlaubt, und teilt sie dann durch die Kontraktgröße des gewählten Lot-Typs, um sie als Lot-Anzahl auszudrücken. Welchen Lot-Typ du auch wählst, das zugrunde liegende Risiko in Dollar bleibt gleich, denn es wird durch deinen Stop und deinen Risikoprozentsatz bestimmt, nicht durch die Bezeichnung der Größe.
Pips und Pip-Wert
Ein pip ist die Standardeinheit der Kursbewegung im Forex, gleich 0.0001 bei den meisten Paaren und 0.01 bei Paaren, die gegen den japanischen Yen notiert werden. Der Pip-Wert gibt an, wie viel Geld ein pip Bewegung für deine Position wert ist, und er skaliert mit der Größe: Bei einem standard lot eines typischen Paares ist ein pip etwa 10 in der Kurswährung wert. Deine Stop-Loss-Distanz in pips multipliziert mit dem Pip-Wert ergibt den riskierten Dollarbetrag, und genau diesen hält der Rechner gleich deinem gewählten Risikoprozentsatz. Die richtige Pip-Größe ist wichtig, denn 0.0001 bei einem Yen-Paar oder 0.01 bei einem normalen Paar skaliert die gesamte Position um das 100-fache. Dieses Tool geht davon aus, dass der Pip-Wert in deiner Kontowährung ausgedrückt ist, der Standardfall aus den Lot-Größen-Lektionen, wähle also Standard oder JPY passend zum gehandelten Paar.
Hebel und Margin
Der Hebel erlaubt dir, eine große Nominalposition mit einem kleineren Betrag an hinterlegtem Kapital zu steuern, der Margin genannt wird. Die benötigte Margin entspricht dem Nominalwert, also den Einheiten mal dem Einstiegskurs, geteilt durch dein Hebelverhältnis: Bei 30:1 bindet ein Nominalwert von 55,000 etwa 1,833, während 100:1 nur etwa 550 bindet. Wichtig zu verstehen ist, dass der Hebel dein Risiko im Trade nicht verändert, das durch deine Stop-Distanz und Positionsgröße festgelegt ist, nicht durch die Hebelzahl. Was der Hebel verändert, ist, wie viel deines Kontos als Margin gebunden ist und wie nah du an einem Margin Call sitzt, wenn sich der Kurs gegen dich bewegt. Weniger Margin als das von deinem Broker erlaubte Maximum zu nutzen, lässt einen Puffer an freiem Eigenkapital, was die Wahrscheinlichkeit einer erzwungenen Liquidation bei normaler Volatilität senkt. Behandle den Hebel als Einstellung zur Kapitaleffizienz, und lass deinen Stop und deinen Risikoprozentsatz, nicht den Hebel, entscheiden, wie viel du verlieren kannst.